Das Wissen als Produktionsfaktor wird für eine Firma von
immer größerer Bedeutung. Wissensarbeit, intelligente Organisation und
Organisationsentwicklung nehmen
eine verstärkende Rolle in der Beeinflussung der Arbeit ein, wenn wie der
Produktionsfaktor Wissen an Gewichtung zunimmt.
Nach Paul A. Samuelson & William D. Nordhaus
(Volkswirtschaftslehre, Seite 27) gibt es drei Hauptproduktionsfaktoren:
Arbeit, Ressourcen und Kapital. Die Arbeit beschreibt er wie folgt: 'Arbeit als
Produktionsfaktor bedeutet die Zeit, die Menschen für die Produktion
aufwenden – wenn sie in Automobilfabriken, in der Landwirtschaft, als Lehrer in
Schulen oder als Pizzaköche arbeiten. Tausende von Berufen und Aufgaben mit
verschiedensten Anforderungsprofilen werden von arbeitenden Menschen
verrichtet. Arbeit ist zugleich der vertrauteste und auch wichtigste
Produktionsfaktor einer fortgeschrittenen Industriegesellschaft.'
In diesem Produktionsfaktor Arbeit ist Fachwissen verborgen.
Dieses Fachwissen – auch Expertenwissen genannt - trägt dazu bei Produkte
herzustellen, die im Trend liegen und somit eine große Nachfrage am Markt
finden. Somit steigt auch die
Nachfrage nach diesem Wissen. Ist das Wissen bereits in der Firma vorhanden –
bei den Mitarbeitern/innen oder in der Organisation – sind Wettbewerbsvorteile
vorhanden oder die Firma kann das Know-How am Markt in der notwendigen Zeit
beschaffen. Somit ist die Produktionsstätte im Stande die Wertschöpfung zu
erhöhen und sich eine Rente
(Müller-Stewens Günter/Lechner Christoph, Strategisches
Management, Wie strategische Initiativen zum Wandel führen, Seite 357) zu
sichern.
Ob die Kostenfaktoren effizient genutzt werden, kann über
die Existenz einer Unternehmung entscheiden. Michael Porter (Competitive
Advantage, Seite 94) nennt zehn Treiber, die über die Effizienz der
Kostenfaktoren entscheiden. Einer davon ist Wissen. In jeder Firma steht die
Wertschöpfung, die durch Wissen hervorgeht, in ihrer eigenen Interaktion zur
Kultur und die zur Verfügung stehenden Mittel. Wie nun daraus eine Aktivität
entsteht, die Mehrwert generiert in Verbindung mit der Zeit, beschreibt Michael
E. Porter (Competitive Advantage Seite 97) wie folgt: „ The cost of a value
activity can decline over time due learning that increase its efficiency. The mechanisms by wich learning can
lower cost over time are numerous, and include such factors as layout changes,
procedures that increase the utilization of assets, etc. „
Die Ressource muss entsprechend ihrer Fähigkeit eingesetzt
werden. Oft erzielt ein korrekter, seinen Fähigkeiten entsprechender Einsatz
des/der Mitarbeiters/in eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft. Nooteboom Bart (A Cognitive Theory of the Firm, Seite
31) beschreibt den Einsatz von Ressourcen wie folgt: ’In economics coordination
may refer to allocation of given scarce
resources to given goals, for which markets are supposed to be more
efficient than planning. Coordination refers to the combination of capabilities
to utilize their potential of complementarity. That is a central task of
organization.’
Im Thema Wissensmanagement wird seit längerem geforscht. In
den 50er Jahren wurde schon darüber geschrieben (Michael Polanyi, 1958). Bis heute
wurden zahlreiche Bücher verfasst und weiter geforscht. In den 80er Jahren
wurde auch in der Wirtschaft versucht, das Wissen, das einzelne Mitarbeiter/innen
sich während ihrer Tätigkeit beim Arbeitgeber angeeignet hatten, durch
Wissensmanagement in der Firma zu behalten. Das Wissensmanagement muss und soll
den Führungskräften einen optimalen Umgang mit dem Wissen im Unternehmen
bieten. Dazu stehen auch entsprechende Instrumente bereit um den Einsatz –
Wirkungsgrad – des Wissens jedes/jeder einzelnen Mitarbeiters/in auf dem höchst
möglichen Niveau zu halten. Auch die Weiterentwicklung von Firma, Organisation
und Mitarbeiter/innen muss dadurch gewährleistet sein. Das Wissen veraltet
nicht!
Das Wissen soll in der Organisation bleiben und weiter
entwickelt werden. Zur richtigen Zeit und am richtigen Ort soll das Wissen
genutzt werden. Auch mit der Entwicklung von Markt, Technologie und
Gesellschaft kann somit das Wissen der Firma und das des/der Mitarbeiters/in
Schritt halten.
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