Freitag, 18. Mai 2012

Warum Wissensmanagement ?


Das Wissen als Produktionsfaktor wird für eine Firma von immer größerer Bedeutung. Wissensarbeit, intelligente Organisation und Organisationsentwicklung  nehmen eine verstärkende Rolle in der Beeinflussung der Arbeit ein, wenn wie der Produktionsfaktor Wissen an Gewichtung zunimmt.
Nach Paul A. Samuelson & William D. Nordhaus (Volkswirtschaftslehre, Seite 27) gibt es drei Hauptproduktionsfaktoren: Arbeit, Ressourcen und Kapital. Die Arbeit beschreibt er wie folgt: 'Arbeit als Produktionsfaktor bedeutet die Zeit, die Menschen für die Produktion aufwenden – wenn sie in Automobilfabriken, in der Landwirtschaft, als Lehrer in Schulen oder als Pizzaköche arbeiten. Tausende von Berufen und Aufgaben mit verschiedensten Anforderungsprofilen werden von arbeitenden Menschen verrichtet. Arbeit ist zugleich der vertrauteste und auch wichtigste Produktionsfaktor einer fortgeschrittenen Industriegesellschaft.'
In diesem Produktionsfaktor Arbeit ist Fachwissen verborgen. Dieses Fachwissen – auch Expertenwissen genannt - trägt dazu bei Produkte herzustellen, die im Trend liegen und somit eine große Nachfrage am Markt finden.  Somit steigt auch die Nachfrage nach diesem Wissen. Ist das Wissen bereits in der Firma vorhanden – bei den Mitarbeitern/innen oder in der Organisation – sind Wettbewerbsvorteile vorhanden oder die Firma kann das Know-How am Markt in der notwendigen Zeit beschaffen. Somit ist die Produktionsstätte im Stande die Wertschöpfung zu erhöhen und sich eine Rente
(Müller-Stewens Günter/Lechner Christoph, Strategisches Management, Wie strategische Initiativen zum Wandel führen, Seite 357) zu sichern.
Ob die Kostenfaktoren effizient genutzt werden, kann über die Existenz einer Unternehmung entscheiden. Michael Porter (Competitive Advantage, Seite 94) nennt zehn Treiber, die über die Effizienz der Kostenfaktoren entscheiden. Einer davon ist Wissen. In jeder Firma steht die Wertschöpfung, die durch Wissen hervorgeht, in ihrer eigenen Interaktion zur Kultur und die zur Verfügung stehenden Mittel. Wie nun daraus eine Aktivität entsteht, die Mehrwert generiert in Verbindung mit der Zeit, beschreibt Michael E. Porter (Competitive Advantage Seite 97) wie folgt: „ The cost of a value activity can decline over time due learning that increase its efficiency. The mechanisms by wich learning can lower cost over time are numerous, and include such factors as layout changes, procedures that increase the utilization of assets, etc.
Die Ressource muss entsprechend ihrer Fähigkeit eingesetzt werden. Oft erzielt ein korrekter, seinen Fähigkeiten entsprechender Einsatz des/der Mitarbeiters/in eine hohe Motivation und Leistungsbereitschaft. Nooteboom Bart  (A Cognitive Theory of the Firm, Seite 31) beschreibt den Einsatz von Ressourcen wie folgt: ’In economics coordination may refer to allocation of given scarce  resources to given goals, for which markets are supposed to be more efficient than planning. Coordination refers to the combination of capabilities to utilize their potential of complementarity. That is a central task of organization.’
Im Thema Wissensmanagement wird seit längerem geforscht. In den 50er Jahren wurde schon darüber geschrieben (Michael Polanyi, 1958). Bis heute wurden zahlreiche Bücher verfasst und weiter geforscht. In den 80er Jahren wurde auch in der Wirtschaft versucht, das Wissen, das einzelne Mitarbeiter/innen sich während ihrer Tätigkeit beim Arbeitgeber angeeignet hatten, durch Wissensmanagement in der Firma zu behalten. Das Wissensmanagement muss und soll den Führungskräften einen optimalen Umgang mit dem Wissen im Unternehmen bieten. Dazu stehen auch entsprechende Instrumente bereit um den Einsatz – Wirkungsgrad – des Wissens jedes/jeder einzelnen Mitarbeiters/in auf dem höchst möglichen Niveau zu halten. Auch die Weiterentwicklung von Firma, Organisation und Mitarbeiter/innen muss dadurch gewährleistet sein. Das Wissen veraltet nicht!
Das Wissen soll in der Organisation bleiben und weiter entwickelt werden. Zur richtigen Zeit und am richtigen Ort soll das Wissen genutzt werden. Auch mit der Entwicklung von Markt, Technologie und Gesellschaft kann somit das Wissen der Firma und das des/der Mitarbeiters/in Schritt halten.

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